| Hallo liebe Ausbildungsinteressierte,
viele werden sagen: „… und noch eine
Seite mit Ausbildung“. Stimmt, ich finde, davon kann es nicht
genug geben.
Im Bereich der Hundeausbildung gibt es nun mal
kein Schema F. Jedes Mensch-Hunde-Gespann ist anders und man muss
sich immer wieder neu darauf einstellen.
Viele Methoden, die sich bei den meisten Gespannen bewährt
haben, scheinen bei dem einen oder anderen nicht zu fruchten.
Jeder Mensch ist anders und auch jeder Hund ist anders. Der eine
lernt dieses sehr schnell und tut sich bei etwas anderem sehr schwer,
bei dem
anderen ist es genau umgekehrt. Dieses gilt für Mensch und
Hund.
Im Laufe der Zeit, in der ich Hunde und deren Menschen
ausbilde, habe ich mir eine Einstellung zur Ausbildung angeeignet,
die ich selber als eine freundliche,
aber dennoch Ziel gerichtete und konsequente Erziehung bezeichnen
würde. Geduld, eine gute Behandlung und Pflege des Hundes
und die feste Überzeugung, dass mein Hund all das lernen kann
und will, was ich ihm beizubringen wünsche, sind die Grundvoraussetzungen
für den Erfolg. Ich weiß aber auch, dass Fleiß
und ständige Weiterentwicklung neben Ergeiz und Kreativität
genauso wichtige Voraussetzungen
für das Gelingen sind. Aus diesem Grunde habe ich mich nie
den Ideen und Methoden anderer Menschen bezüglich der Hundeausbildung
verschlossen. Aus jedem Seminar, jedem Workingtest, jeder Richterbeurteilung
und Kritik habe ich immer etwas mitnehmen können.
Mir selbst bin ich allerdings immer treu geblieben, d. h. ich habe
nie etwas gemacht, von dem ich nicht überzeugt war.
Und genau das ist auch meine erste Regel:
„Tue nur das, wovon Du
auch wirklich überzeugt bist.“
Bei allen beruflichen Seminaren, die ich besuchte,
versuchten die Seminarleiter uns durch ihre Art und Weise, also
ihre Person, ihrer Kleidung, ihrer Perfektion
zu überzeugen, um uns fasziniert an dem Seminar zu binden.
Für die Hundeausbildung ist dies alles unwichtig. Dem Hund
ist es egal
welche Kleidung wir tragen und wie wir aussehen.
Sehr wichtig dagegen ist Begeisterungsfähigkeit
und die ehrliche Freude an dem, was man tut. Oder anders ausgedrückt:
„Hundeausbildung heißt auch immer Aktion.“ Bei
einer guten Ausbildung macht es dem Hund sichtlich Spaß, weil
es für ihn angenehme Folgen und
Begleitumstände und Folgen hat. Wichtig ist auch, besonnen
eine kleine Trainingseinheit vorzubereiten und sich selbst in eine
ausgeglichene und
ruhige Stimmung zu versetzen. Lieber täglich 15 – 30
min anstatt einmal in der Woche 2 Stunden. Ist die Trainingseinheit
zu lang, so kann es
passieren, dass der Hund innerlich sperrt und man erreicht genau
das Gegenteil von dem, was man erreichen wollte.Auch wenn man sein
Training
noch so gut vorbereitet hat, so klappt es möglicherweise doch
nicht so, wie man es sich vorgestellt hat. In diesem Fall sollte
man nicht verärgert abbrechen, sondern lieber die Regel Nr.
2 anwenden. Die lautet:
„Das Training mit
dem Hund sollte immer und ausnahmslos mit einem Erfolg beendet werden.“
Also lieber für das Vorgenommene fünf
gerade sein lassen und dafür eine Übung machen, die der
Hund gut kann, um mit Erfolg abzuschließen.
Anschließend, nach dem Loben gibt man dem Hund seine Freiheit.
Morgen ist auch noch ein Tag. Keiner kann von sich behaupten, der
Maßstab
aller Dinge zu sein und somit kann es auch nicht nur eine einzige
Methode zur Ausbildung geben. Hinter aller Erziehung steckt letzt
endlich nur eines,
nämlich der Verantwortung gerecht zu werden, die man sich mit
dem neuen Familienmitglied auferlegt hat. Diese Verantwortung kann
nur auf
gegenseitige Achtung und Liebe basieren. Wer einen Hund nicht nur
kauft, sondern adoptiert, signalisiert gleichzeitig, dass er gewillt
ist, eine ernsthafte Beziehung einzugehen, bei der es auf beiden
Seiten Rechte und Pflichten gibt.
So genügt es eben nicht nur, einen Hund regelmäßig
zu füttern und auszuführen. Hundehaltung ist mehr, schließlich
sucht sich der Hund seine neue Situation
nicht selber aus, sondern wir schaffen sie ihm!
Konrad Lorenz drückte es so aus: Zitat
„Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht
minder bindende Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines
Menschen.“
Wir als Züchter haben auch eine Verpflichtung,
die mit der Abgabe des Welpen nicht aufhört. In allen Fragen
wollen und werden wir hoffentlich
auch die erste Anlaufstelle bei unseren Welpenleuten sein. Für
unsere Welpenkäufer bieten wir Ausbildung für die kleinen
Vierbeiner an, denn
es ist wohl nichts wichtiger als, dass unsere Hunde eine gute Sozialisierung
an Mensch und Hund lernen, dass sie wissen, wie sie sich im Leben
in bestimmten Situationen zu benehmen haben. Und wer seinen Hund
jagdlich ausbilden möchte, ist in meinen Trainingskursen herzlich
willkommen.
|