Hier ein Beispiel , was ein 20 Wochen alter Welpe zu lernen in der Lage ist."
(Winni mit Apostolos Maragos)

Hallo liebe Ausbildungsinteressierte,

viele werden sagen: „… und noch eine Seite mit Ausbildung“. Stimmt, ich finde, davon kann es nicht genug geben.

Im Bereich der Hundeausbildung gibt es nun mal kein Schema F. Jedes Mensch-Hunde-Gespann ist anders und man muss sich immer wieder neu
darauf einstellen. Viele Methoden, die sich bei den meisten Gespannen bewährt haben, scheinen bei dem einen oder anderen nicht zu fruchten.
Jeder Mensch ist anders und auch jeder Hund ist anders. Der eine lernt dieses sehr schnell und tut sich bei etwas anderem sehr schwer, bei dem
anderen ist es genau umgekehrt. Dieses gilt für Mensch und Hund.

Im Laufe der Zeit, in der ich Hunde und deren Menschen ausbilde, habe ich mir eine Einstellung zur Ausbildung angeeignet, die ich selber als eine
freundliche, aber dennoch Ziel gerichtete und konsequente Erziehung bezeichnen würde. Geduld, eine gute Behandlung und Pflege des Hundes
und die feste Überzeugung, dass mein Hund all das lernen kann und will, was ich ihm beizubringen wünsche, sind die Grundvoraussetzungen
für den Erfolg. Ich weiß aber auch, dass Fleiß und ständige Weiterentwicklung neben Ergeiz und Kreativität genauso wichtige Voraussetzungen
für das Gelingen sind. Aus diesem Grunde habe ich mich nie den Ideen und Methoden anderer Menschen bezüglich der Hundeausbildung
verschlossen. Aus jedem Seminar, jedem Workingtest, jeder Richterbeurteilung und Kritik habe ich immer etwas mitnehmen können.
Mir selbst bin ich allerdings immer treu geblieben, d. h. ich habe nie etwas gemacht, von dem ich nicht überzeugt war.

Und genau das ist auch meine erste Regel:

Tue nur das, wovon Du auch wirklich überzeugt bist.


Bei allen beruflichen Seminaren, die ich besuchte, versuchten die Seminarleiter uns durch ihre Art und Weise, also ihre Person, ihrer Kleidung, ihrer
Perfektion zu überzeugen, um uns fasziniert an dem Seminar zu binden. Für die Hundeausbildung ist dies alles unwichtig. Dem Hund ist es egal
welche Kleidung wir tragen und wie wir aussehen.

Sehr wichtig dagegen ist Begeisterungsfähigkeit und die ehrliche Freude an dem, was man tut. Oder anders ausgedrückt:
„Hundeausbildung heißt auch immer Aktion.“ Bei einer guten Ausbildung macht es dem Hund sichtlich Spaß, weil es für ihn angenehme Folgen und
Begleitumstände und Folgen hat. Wichtig ist auch, besonnen eine kleine Trainingseinheit vorzubereiten und sich selbst in eine ausgeglichene und
ruhige Stimmung zu versetzen. Lieber täglich 15 – 30 min anstatt einmal in der Woche 2 Stunden. Ist die Trainingseinheit zu lang, so kann es
passieren, dass der Hund innerlich sperrt und man erreicht genau das Gegenteil von dem, was man erreichen wollte.Auch wenn man sein Training
noch so gut vorbereitet hat, so klappt es möglicherweise doch nicht so, wie man es sich vorgestellt hat. In diesem Fall sollte man nicht verärgert
abbrechen, sondern lieber die Regel Nr. 2 anwenden. Die lautet:

„Das Training mit dem Hund sollte immer und ausnahmslos mit einem Erfolg beendet werden.“

Also lieber für das Vorgenommene fünf gerade sein lassen und dafür eine Übung machen, die der Hund gut kann, um mit Erfolg abzuschließen.
Anschließend, nach dem Loben gibt man dem Hund seine Freiheit. Morgen ist auch noch ein Tag. Keiner kann von sich behaupten, der Maßstab
aller Dinge zu sein und somit kann es auch nicht nur eine einzige Methode zur Ausbildung geben. Hinter aller Erziehung steckt letzt endlich nur
eines, nämlich der Verantwortung gerecht zu werden, die man sich mit dem neuen Familienmitglied auferlegt hat. Diese Verantwortung kann nur
auf gegenseitige Achtung und Liebe basieren. Wer einen Hund nicht nur kauft, sondern adoptiert, signalisiert gleichzeitig, dass er gewillt ist, eine
ernsthafte Beziehung einzugehen, bei der es auf beiden Seiten Rechte und Pflichten gibt.

So genügt es eben nicht nur, einen Hund regelmäßig zu füttern und auszuführen. Hundehaltung ist mehr, schließlich sucht sich der Hund seine
neue Situation nicht selber aus, sondern wir schaffen sie ihm!

Konrad Lorenz drückte es so aus: Zitat
„Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines Menschen.“

Wir als Züchter haben auch eine Verpflichtung, die mit der Abgabe des Welpen nicht aufhört. In allen Fragen wollen und werden wir hoffentlich
auch die erste Anlaufstelle bei unseren Welpenleuten sein. Für unsere Welpenkäufer bieten wir Ausbildung für die kleinen Vierbeiner an, denn
es ist wohl nichts wichtiger als, dass unsere Hunde eine gute Sozialisierung an Mensch und Hund lernen, dass sie wissen, wie sie sich im Leben
in bestimmten Situationen zu benehmen haben. Und wer seinen Hund jagdlich ausbilden möchte, ist in meinen Trainingskursen herzlich willkommen.